Home

Sie suchen etwas bestimmtes?

Aktuelle Veranstaltungen

»Barbarossas Tor zur Goldenen Aue«

 

Die Thüringer Landgrafen sicherten mit dieser wehrhaft befestigten landgräflichen Pfalz die schmalste Stelle der Verbindung ihrer beiden Machtbereiche um die Wartburg im Westen und die Neuenburg im Osten. Sie gewährleisteten somit dem Kaiser den Zugang aus dem mainfränkischen Gebiet nach Norden durch die Thüringer Pforte in die goldene Aue mit ihren Kaiserpfalzen.

 

Burg und Stadt Weißensee wurden inmitten des fruchtbaren Thüringer Beckens errichtet. Ihr listiger Ausbau ab 1168 durch die Landgräfin Jutta, Halbschwester Kaiser Barbarossas, weist schon deutlich auf ihre Rolle am Schnittpunkt unterschiedlicher Interessensphären hin.

 

Die Landgrafschaft stieg zu einem der mächtigsten Fürstentümer des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation auf. Noch heute zeugen reichhaltige Spuren in Burg und Stadt von der für Thüringen auch kulturell glanzvollen Epoche. Das umfangreiche mittelalterliche Erbe Weißensees wird in den nächsten Jahren an den authentischen Orten nacherlebbar werden. Die Instandsetzungsarbeiten an der Burg konnten 2009 wieder aufgenommen werden. 2013 begann die aufwändige Turmsanierung.

 

Es ist empfehlenswert, eine Führung zu nutzen!


 


»Französische Festungsbaukunst in Thüringen«

 

Der Dreißigjährige Krieg hinterließ die Wasserburg Heldrungen als Ruine und gab den Anstoß zum Neubau als Festung des Frühbarock. Hohe Wälle und starke Eckbastionen, umgeben von zwei Gräben, prägen bis heute das eindrucksvolle Bild der Anlage. Doch bereits vor der Zerstörung 1645 war das noch heute in Teilen vorhandene Schloss von einer Festung umgeben. Graf Ernst II. von Mansfeld errichtete hier zu Beginn des 16. Jahrhunderts sein vierflügeliges Residenzschloss anstelle einer Burg aus dem 12. Jahrhundert. Einzelne Burgelemente wie den Turm und ein Gewölbe bezog man in den Schlossbau ein. Große Teile des Renaissancebaus haben die Zerstörungen überstanden und machen heute den Kern der Wasserburg aus.

 

Parallel zum Schloss entstand die Festung, für die man ebenfalls Vorhandenes nutzte. Der alte Halsgraben wurde überwölbt und diente fortan als Kasematte. Neu angelegt wurden Bastionen und Erdwälle, auch der doppelte Wassergraben wurde schon damals angelegt.

 

Die solide Befestigung machte Heldrungen immer wieder zum Kriegsschauplatz. So wurde im Bauernkrieg 1525 Thomas Müntzer vor seiner Hinrichtung hier eingekerkert, und auch im Schmalkaldischen Krieg 1546/47 kam es zu einer Belagerung – ein Zustand, der sich im Dreißigjährigen Krieg 1618 bis 1648 mehrfach wiederholte.

 

Trotz des Wiederaufbaus infolge der Zerstörung erlangte die Wasserburg ihre militärische Bedeutung nicht mehr zurück, stattdessen wurde sie Amtssitz mit Gefängnis und Getreidemagazinen und blieb dies auch nach dem Übergang an das Land Preußen 1815.

 

Bereits seit Ende der 1970er Jahre wird in der Wasserburg Heldrungen eine Jugendherberge betrieben. Die Jugendherberge „Wasserburg Heldrungen" wird seit 2011 in mehreren Bauabschnitten saniert, sodass der Komfort sich erheblich verbessert. Vielfältige Gruppenangebote nutzen das besondere Potential der Festung, die sich zudem auch als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Kulturlandschaft Nordthüringens anbietet.


 


»Die Rückkehr des Kaisers«

 

Der Kyffhäuser steht für ein reizvolles Gebirge, eine gewaltige Burg und ein monumentales Denkmal, das Kyffhäuser-Denkmal. Die Reichsburg auf dem Kyffhäuser wurde 1118 zerstört. Die Wiederherstellung wurde erst nach Jahrzehnten unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1152-1190) endgültig abgeschlossen. Anschaulich verdeutlichen die Ruinenreste die Größe und Bedeutung dieser romanischen, dreigeteilten, einst über 600 m langen und 60 m breiten Anlage. Weithin sichtbar ist die imposante Bergfriedruine der Oberburg, der Barbarossaturm.

 

In dem für die Stauferzeit typischen Buckelquadermauerwerk ausgeführt, erreichte der Turm eine Höhe von ca. 30 m. An der nördlichen Ringmauer liegt der Burgbrunnen. Der bis in die 1930er Jahre verschüttete Brunnen ist mit 176 m der tiefste Burgbrunnen der Welt.

 

Die Reichsburg Kyffhausen ist nicht wie viele andere Burgen in Vergessenheit geraten. Sie fand stets breite Aufmerksamkeit, verbindet sich mit ihr und dem Berg doch die Sage von der Wiederkehr des Kaisers Barbarossa und dem Einheitsbestreben des deutschen Volkes.

 

Die Barbarossasage wurde durch die Reichseinigung von 1871 erfüllt und in den Ruinen der Oberburg 1896 das Kaiser-WilhelmDenkmal eingeweiht.

 

Seither werden die Ruinen durch die Größe des Denkmals fast nicht mehr wahrgenommen, sie sind aber vorhanden und präsentieren eindrucksvoll mittelalterliche Baukunst.

 

Das Kyffhäuser-Denkmal bietet seinen Besuchern ganzjährig Führungen auch im historischen Gewand als Burgfrau oder Ritter an. Die Aussichtsplattform, das Burgmuseum, der Kinderspielplatz, das Bistro „Kaiser-Picknick“ mit Biergarten und ein Souvenirshop bieten optimale Voraussetzungen für einen perfekten Ausflug.


 


»Die Schwesterburg der Wartburg«

 

Die Erbauung der Burg Creuzburg als Herrschaftsstützpunkt um das Jahr 1170 geht wie bei ihrer Schwesterburg, der Wartburg, auf das Bauschaffen der Ludowingischen Landgrafen von Thüringen zurück. Aus dieser Zeit sind die Ringmauer, das Turmhaus mit Elisabethkemenate und Teile des Palais erhalten. Mit ihrem Umfang von 340 m zählt die Creuzburg zu den größten erhaltenen Steinburgen der Romanik in ganz Thüringen. Die später heilig gesprochene Elisabeth hielt sich oft in ihren Mauern auf und brachte hier 1222 ihren Sohn Hermann zur Welt.

 

Unter den Wettinern wurde die Creuzburg im 13. Jahrhundert zum Sitz eines Verwaltungs- und Gerichtsamtes, welches bis 1879 bestand. Die Burganlage erweiterte man mit einem Brunnenhaus, einem Kornspeicher und weiteren Nebengebäuden.

 

Im 18. Jahrhundert wurde die Creuzburg für den sächsischen Herzog Johann Wilhelm teilweise zur barocken Schlossanlage umgebaut. In der jüngeren Geschichte war die Burg von 1898 bis 1945 in Privatbesitz (von Dreyse, ab 1921 Kossenhaschen) und wurde danach zu Wohnzwecken, für Grenztruppen, als Kindergarten, Schule und Ferienlager genutzt.

 

1981 gründeten Creuzburger Bürger eine Interessengemeinschaft zur Sanierung der vom Verfall bedrohten Burg, welche die Anlage nach ca. 100.000 Arbeitsstunden 1991 wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen konnte. Spätere Umbauten durch die Stadt Creuzburg, seit 1992 Eigentümerin der Burg, dienten in erster Linie dem Ausbau und der Modernisierung des Museums. In der Burg befinden sich heute auch ein Hotel, eine Töpferei und das Standesamt.


 


»Zentrum höfischer Epik«

 

Auf einem schmalen Berggrat mit einzigem Zugang über Halsgraben und Zugbrücke im Norden thront die Wartburg hoch über der heutigen Stadt Eisenach. Im Stauferkönigtum galt sie als Zentrum höfischer Epik, hier weilten Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach und beteiligten sich am sagenhaften „Sängerkrieg“.

 

Die einstige Residenz der Thüringer Landgrafen, von der die Kernburg mit hochromanischem, dreigeschossigem Palas und reicher Bauzier (um 1155-1172) erhalten ist, zeugt von Vorbildhaftigkeit und Repräsentationsstreben des einst mächtigen hochadeligen Geschlechts der Ludowinger.

 

Schon ein Jahrhundert zuvor gegründet und bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts durch die wettinischen Markgrafen von Meißen bewohnt, wurde ihr danach einsetzender Verfall durch eine umfangreiche romantisch-historisierende Wiederherstellung und Ausstattung im 19. Jahrhundert (Moritz von Schwind) aufgehalten.

 

„Die Wartburg ist ein hervorragendes Denkmal der feudalen Epoche in Mitteleuropa. Sie fügt sich vorzüglich ein in ihre waldreiche Umgebung und ist in vieler Hinsicht die ideale Burg.“

 

So heisst es in der Begründung der UNESCO zur Aufnahme der Wartburg in die Liste des Welterbes der Menschheit 1999. Martin Luther übersetzte 1521 das Neue Testament auf der Wartburg und schuf damit die Grundlage für die heutige hochdeutsche Sprache.


 


Partner

thueringen

 

 

 

 

 

Burgenstrasse Thüringen

Sitz des Vereins
Veste Coburg · 96450 Coburg

 

 

Geschäftsstelle
Burgenstraße Thüringen e. V. · Geschäftsstelle Heldburg Burgstraße 1 · 98663 Bad Colberg-Heldburg

 

Vorsitzender
Prof. Dr. G. Ulrich Großmann